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Unser Verein läßt grundsätzlich im Frühjahr eine Untersuchung von Futterkranzproben auf Faulbrutsporen durchführen.
Immer wieder gibt es Ergebnisse mit niedrieger ( unter 45 Kolonien ) und hoher Sporenbelastung, ohne daß bei der Nachuntersuchung akute Faulbrut festgestellt wird.
Da wir aber wissen, daß bereits eine Spore ein Volk und damit einen ganzen Stand und damit eine ganze Region infizieren kann, hier einmal ein paar grundsätzliche Anregungen für eine Krankheiten vorbeugende Betriebsweise:
Im Frühjahr und im Sommer
- die Völker wollen, können und sollen viel bauen ( Segeberger Magazin: 33 Mittelwände im Sommer + 11 Mittelwände im Herbst bei der Auffütterung )
- jede Erweiterung erfolgt ausschließlich über Mittelwände
- nach dem Reinigungsflug den Boden gegen einen sauberen und die untere Zarge gegen eine Zarge mit Mittelwänden austauschen
- Jungvölker werden ausschließlich über Kunstschwärme gebildet ( Schröpfen oder Bannwabe )
- Kunstschwärme werden ausschließlich auf Mittelwände eingeschlagen
- Fütterung der Kunstschwärme nur mit Zucker oder Futtersirup
- intensive Durchsicht der Völker jede Woche
- intensive Durchsicht spätestens alle 4 Wochen nach Möglichkeit mit faulbruterfahrenem Kollegen
- keine honigfeuchten Waben von den Völkern auslecken lassen
- keine Drohnenwaben für die Vogel zum Auspicken hinhängen
- kein Völkerzukauf ohne AF-Futterkranzproben-Untersuchungsergebnis
- wenn Völkerzukauf nötig, dann nur als Kunstschwarm
- kein Zukauf von Waben; die Bienen können die Waben selbst ausbauen
- kein Wabentausch zwischen den Völkern
- Standgemeinschaften nur dann bilden, wenn alle Beteiligten ein negatives AF-Probenergebnis haben
- eingefangene Schwärme erst nach einer 3-tägigen Hungerphase über eine Unterlage einlaufen lassen. Die verwendete Unterlage entsorgen oder desinfizieren.
Im Herbst
- Völker auf eine Brutzarge zusammendrücken: die Brutwaben in die Mitte, Pollenwaben daneben, außen je eine Mittelwand
- 2. Zarge bestehend nur aus Mittelwänden aufsetzen und dann einfüttern mit Zucker oder Sirup - keinen Honig füttern!
- alle Waben des laufenden Jahres einschmelzen
- Wabenreserve von höchstens 11 hellen unbebrüteten Waben pro 10 Völker einlagern
- eingeschmolzenes Wachs ( Blockwachs ) im Wachsverarbeitungsbetrieb entseuchen und ggf. umarbeiten lassen
- alle freien Beutenteile reinigen ( siedende 3 - 5 %ige Natronlauge ) und gründlich abspülen
(1.6.2005)
Imkerverein Hamburg-Walddörfer
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